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Foto: Lenz
Die Entscheidung um den Sponsorenpokal fiel im Siebenmeter-Schießen. Nach der regulären Spielzeit stand es im Finale zwischen dem Pröchel-Team und der Mannschaft „Friseur Albrecht“ 1:1. Nerven und vor allem Treffsicherheit waren gefordert. Denn die Sportler vom Greifswalder Ringerverein kicken auf derart kleine Tore, in welche erst auf den zwei Blick ein Ball hinein passt. Kein Problem für die fußballerfahrenen Aktiven. Allen voran der Lubminer René Schultz, der den ersten Treffer im Penalty-Schießen markierte. Für die Pröchel-Crew glich zwar Ole Eickfeldt noch einmal aus. Doch nach dem Tor von Andreas Gräning zum 2:1 durfte sich die Albrecht-Vertretung über den Turniererfolg freuen und nach dem über fünfstündigen Kickermarathon wenig später den Siegerpokal aus den Händen von Marion Groß entgegen nehmen. Die Vereinschefin zog eine positive Bilanz nach der Premiere des Sponsorenwettbewerbs, bei dem die Ringermannschaft II durch den 3:2-Erfolg immerhin Rang drei gegen die Breitsprecher-Fußballer erspielte. „Mit sieben Teams hatten wir nach der Voranmeldung gerechnet, am Start waren dann elf Vertretungen, eine super Resonanz.“ Mit dieser Veranstaltung wollten die Verantwortlichen des über 250 Mitglieder zählende Vereins all jenen Dank sagen, die die Mattenkämpfer in diesem Sportjahr wiederum so tatkräftig unterstützten. Es war ein Ringerjahr mit zahlreichen Herausforderungen: Im Frühjahr musste durch den plötzlichen Weggang von Olaf Tammert der Chefposten neu besetzt werden. Marion Groß erklärte sich bereit, packte die Sache an und kann inzwischen auf viele erfolgreiche Zwischenetappen verweisen. Mit der neuen Mattenhalle ist das „Großprojekt“ des Vereins - übrigens auch Landesleistungszentrum - jüngst vollendet worden (OZ berichtete). 75 000 kamen vom Landessportbund, 20 000 Euro brachte der GRV auf, und 55 000 Euro wurden per Kredit finanziert. Die Raten bringen die Ringer u.a. durch die Vermietung des Sportzentrums in der Krullstraße auf. „Wir haben inzwischen viel geschaffen, im sportlichen Bereich sowie im Umfeld“, betont Marion Groß. Dieses Niveau zu halten, sei eine ebenso große Herausforderung. „Aber das schafft man nicht allein, sondern nur zusammen.“
D.L.
Quelle: Ostsee-Zeitung, 29.12.06

