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Mit einem 5köpfigen
Aufgebot nahm der Ringerverband Mecklenburg-Vorpommern an
den Deutschen Meisterschaften der Jugend A (16/17 Jahre) im
griechisch-römischen Stil in Darmstadt bei der SG Arheiligen
teil.
Alexander Kasarinow vom
Greifswalder Ringerverein ging in der 50 kg-Klasse an den
Start. Für ihn begann am Freitag die Meisterschaft mit einem
Punktsieg über Christian Heinrich (NRW) hoffnungsvoll. Auch
die erste Runde gegen Tim Oppenrieder (WTB) konnte er
souverän meistern, doch landete er in der zweiten Runde beim
Versuch einer Schleuder auf der Schulter. Alexander ließ
sich davon nicht entmutigen, ging beherzt in den dritten
Kampf und konnte hier Enrico Amato (HES) mehrfach rollen und
nach Punkten bezwingen. Auch dem Leipziger Marco Scherf
(SAS) ließ er keine Chance. Mit mehreren Dreierwertungen
demonstrierte Alexander seine technische Überlegenheit. Im
Poolfinale traf Alexander mit Tobias Hofmann (HES) auf einen
gleichwertigen Gegner. Leider hatte dieser das Losglück für
sich gepachtet und konnte beide Kampfrunden durch die letzte
Wertung für sich entscheiden. Somit trat Alexander am
Sonntag als Poolzweiter zum Finalkampf um Platz 3 gegen
Lukas Wagner (SRL) an. Die erste Aktion beendete den Kampf.
Der Wurf-Brust, nicht mit dem nötigen Bauchstoß ausgeführt,
brachte Alexander in Schulterlage, aus der er sich nicht
mehr befreien konnte. So blieb ihm der undankbare 4. Platz,
der immer ein Gefühl der Unzufriedenheit zurücklässt, weil
die Medaille greifbar nah war. Und die hätte auch Trainer
Manfred Groß seinem Schützling gewünscht, denn zielstrebig
hatte Alexander sich in den letzten Monaten auf diese
Meisterschaft vorbereitet. „Er hat wirklich hart geackert
und dann auch toll gekämpft“, schwärmt der Trainer mit
trauriger Stimme. Besonders am Boden wäre Alexander souverän
und nicht zu rollen gewesen.
In der 50kg-Kategorie hatte sich auch Artur Bremer vom SAV
Torgelow zu beweisen. Er konnte mit Platz 8 sein Resultat
vom Vorjahr bestätigen. Nach langer Verletzungspause kann er
mit diesem Platz zufrieden sein. Ein tolles Turnier
absolvierte auch sein Trainingskamerad Dimitri Streib, der
in der 58 kg-Klasse an den Start ging, die mit 28
Teilnehmern das größte Starterfeld aufwies. Zwei tolle
Auftaktsiege mit schönen Überwürfen ließen zunächst auf mehr
hoffen. Dann allerdings brachten eine unglückliche
Niederlage im dritten Kampf und eine entscheidende
Schulterniederlage im Kampf 4 ldas vorzeitige Aus, aber
immerhin noch Platz 13 für den lange mit Rückenproblemen
geplagten Torgelower. Mit einer Sonderstartgenehmigung kam
Alexander Grebensikov, Torgelows frischgebackener
B-Jugendmeister der 34kg-Kategorie mit erst 13 Jahren zum
Einsatz. Er ging hier bei den A-Jugendlichen im kleinsten
Limit, der 42 kg-Kategorie an den Start. Den entscheidenden
Kampf um den Einzug ins kleine Finale um die Bronzemedaille
konnte er noch gewinnen, doch im Kampf um Bronze musste er
kampfentscheidende Punkte im Boden abgeben. Der
Gewichtsnachteil bei nur 37 kg Körpergewicht machte sich
hier eben doch bemerkbar. Aber auch der 4. Platz ist hier
für ihn eine enorme Leistung.
Der Stralsunder Tom Linke (76 kg) wurde Vizemeister. In
seinen Vorkämpfen hatte er souverän überzeugt, viermal ging
er als Sieger von der Matte. Im Finale um die Goldmedaille
übernahm er zunächst die Punktführung, wurde dann aber bei
seiner eigenen Aktion abgefangen und musste eine
Schulterniederlage hinnehmen.
Somit also eine weitere Medaille für den Ringerverband
Mecklenburg-Vorpommern in der laufenden
Meisterschaftssaison. Die Freistilspezialisten gingen bei
ihren Meisterschaften in Köln leider gänzlich leer aus.
Positiv im Licht bei den Meisterschaften in Darmstadt
standen auch die Kampfrichter aus dem Nordosten, Mario
Schmidt (Torgelow) und Stefan Schlomann (Stralsund)
überzeugten an der Matte mit gutem Fachwissen und souveränen
Kampfrichterentscheidungen.
U.Bremer / U.Marbach
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