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Nach wochenlanger ja
monatelanger Vorbereitungszeit ist die Deutsche
Mannschaftsmeisterschaft der Jugend A/B 2007 nun auch schon
wieder Geschichte. Acht Mannschaften aus Bayern, Hessen,
Südbaden, Mecklenburg-Vorpommern und Württemberg waren am
11. und 12. Mai in Greifswald angetreten, um den Deutschen
Mannschaftsmeister zu ermitteln.
Die Athleten aus Mömbris-Königshofen und Hösbach
beeindruckten schon in den Vorkämpfen innerhalb ihrer Pools.
Im Finale um Platz 1 lieferten sie sich dann ein sehenswertes Duell, aus dem die Hösbacher mit einem
Punktestand von 21:17 als Sieger hervorgingen. Deutscher
Mannschaftsmeister der Jugend A/B 2007 also der KSC Hösbach,
Vizemeister wurde RWG Mömbris-Königshofen. Platz 3
erreichten die Mattenkämpfer vom SV Johannis Nürnberg, die
im nicht minder spannenden Finale den SV Siegfried
Hallbergmoos-Goldach mit einem Endergebnis von 24:13
bezwungen hatten.
Für den Landesverband Mecklenburg-Vorpommern ging die KG
Vorpommern mit folgender Mannschaftsaufstellung an den
Start:
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Zwar hat die Kampfgemeinschaft etwas besser als im Vorjahr
abschneiden können, aber nach wie vor fehlt es der
Mannschaft an Kampf- und Teamgeist. Sicher ist es für die
Jungs nicht leicht, aus vier Vereinen zusammengestellt,
Mannschaftssinn zu entwickeln. Aber die Sportler aus
Torgelow und Greifswald treten doch häufig als
Kampfgemeinschaft an, da müsste doch Gemeinschaftlichkeit
zu erkennen sein. Ähnlich war es um den Kampfgeist bestellt.
Im ersten Kampf traf die KG Vorpommern am Freitag auf den
Vorjahressieger SV Johannis Nürnberg. Die laxe
Äußerung des Torgelower Trainers gegenüber Herrn Roll von der OZ, die dieser
natürlich wörtlich wiedergab, war überflüssig. Man darf auch
als Verantwortlicher nicht vergessen, dass die Sportler
schließlich nur das sein können, was die Trainer aus ihnen
machen. Aber zugeben muss man schon, dass sich unsere Jungs
von der Schnelligkeit der Nürnberger zu sehr beeindrucken
ließen, teilweise ohne Biss kämpften und vorschnell
aufgaben. Die Begegnung endete mit einem Punktestand von
29:10 für den SV Johannis Nürnberg.
Den AV Hardt konnte die KG Vorpommern am Sonnabend mit 26:12
bezwingen. Chancenlos blieben sie gegen den diesjährigen
Titelgewinner, den KSC Hösbach. Es war schon traurig mit an
zusehen, wie hier ein Kämpfer nach dem anderen auf die
gleiche Strategie hereinfiel. Runterholen, Arm holen,
ankippen, punkten – so sicherten sich die Hösbacher nahezu
alle Punkte. Die Nerven lagen offensichtlich blank, denn
alles Gelernte und sonst sicher Beherrschte war vergessen,
Kampfwille kaum bei jemandem zu erkennen. Mit einem
peinlichen 38:2 trennten sich die Mannschaften.
Auch den Kampf um Platz 5 gingen die Vorpommern ohne
erkennbaren Siegeswillen an und ließen viele Chancen
ungenutzt. Hier wäre ein Sieg wirklich drin gewesen, der
Kampf endete jedoch mit einer knappen Niederlage.
Erfolgreichste Kämpfer der KG Vorpommern waren der
Greifswalder Alexander Kasarinow, der 2 Punktsiege, einen
Schultersieg sowie einen der zwei Punkte gegen Hösbach
erkämpfte, und der Torgelower Dimitri Streib mit jeweils
einem Punktsieg, einem Schultersieg und einem Sieg wegen
Technischer Überlegenheit. Auch Trainersohn Artur Bremer und
der Lübtheener Philipp Hübner waren mit jeweils zwei
Schultersiegen erfolgreich. Alexander Grebensikov vom SAV
Torgelow erkämpfte einen Schulter- und einen Punktsieg.
Weiterhin sicherten der Torgelower Evgenij Titovski und
Jakob Marbach vom Greifswalder Ringerverein mit jeweils
einem Punktsieg Punkte für die KG Vorpommern. Jakob ist
ferner der zweite Trostpunkt gegen die Nürnberger zu
verdanken. An dieser Stelle soll auch erwähnt sein, dass Eik
Schäfer und Jakob Marbach nach 11- bzw. 12jähriger
Mitgliedschaft im Oktober des letzten Jahres dem Ringkampf
den Rücken gekehrt hatten. Nur um die Mannschaft zu
vervollständigen, erklärten sie sich auf Bitten ihres
Trainers Manfred Groß bereit, hier anzutreten. Dass bei 3
fehlenden Trainingsmonaten und einmal Training in der Woche
in den letzten 4 Monaten dann bei der Meisterschaft nicht mehr zu holen war, ist
nachvollziehbar. Wie es aussieht, haben die beiden aber
wieder Blut geleckt und man hofft, dass sie zum Ringen
zurückfinden.
Die Trainer Manfred Groß und Uwe Bremer haben das Auftreten
und Abschneiden ihrer Mannschaft genauestens analysiert. An
Ehrgeiz, Kampfbereitschaft, Nervenstärke und Teamgeist muss
verstärkt gearbeitet werden. Die Vorpommern können es mit
Sicherheit besser, als sie es hier zeigten, darin sind sich
die Trainer einig. Nun, auch das nächste Jahr bringt wieder
eine Mannschaftsmeisterschaft und vielleicht gelingt es den
beiden Vereinen auch wieder, eine Mannschaft aufstellen.
Die Organisation der Meisterschaft wurde von offizieller
Seite gelobt. Der Vorstand des Greifswalder Ringervereins um
Marion und Manfred Groß, unterstützt von vielen Mitgliedern
und Freunden des Vereins sowie vom SAV Torgelow hat
hier beste Arbeit geleistet. Ein besonderer Dank geht an
Matthias Pfeiffer, der das Wettkampfbüro souverän leitete,
hier stets alles sicher im Griff hatte und dabei noch eine
angenehme Ruhe ausstrahlte. Dank auch an die Kampfrichter.
Auch unseren Sponsoren, ohne die eine solche Meisterschaft gar
nicht möglich wäre und die wir darum gesondert benennen
möchten, sei besonders gedankt. Auch wenn die Greifswalder
Mattenkämpfer nicht so erfolgreich waren, darf die
Veranstaltung als rundum gelungen betrachtet werden.
Ute Marbach |