News > Newsarchiv > 2008 Greifswalder Ringerverein e.V.

 
 
 
 

 
 
   
 
 

Philipp Groß beim Grapplingturnier ganz vorn

20.03.2008


    
 

Beim Greifswalder Ringerverein etabliert sich seit ca. einem Jahr neben dem traditionellen Ringkampf eine weitere Kampfsportart. In der Abteilung Free Fight kommen zwei Mal in der Woche ca. 15 junge Männer zusammen, um sich in dieser, in Deutschland noch recht jungen Sportart auszutoben. Das Training stellt an die Kämpfer hohe Anforderungen und führt sie in Kraft, Ausdauer und Überwindung an ihre Grenzen. Im Free Fight geht es darum, den Gegner mit Techniken aus Sportarten wie Boxen, Judo oder Ringen kampfunfähig zu machen.

Vier Greifswalder Free Fighter haben es am 9. März erstmals gewagt, sich in einem Turnier fremden Gegnern zu stellen. Ihre Premiere erlebten die vier Musketiere in Dortmund-Brackel beim „tap or snap“.

Wer glaubt, beim Free Fight ginge es ohne Regeln zu, der irrt. Prinzipiell ist zum Beispiel Kratzen, Beißen oder in die Augen stechen verboten. Bei diesem Grapplingturnier waren auch Fingerhebel und jegliche Art von Schlägen und Tritten verboten. Erlaubt dagegen waren alle Würfe, Fußfeger, und jede Art von Arm-, Handgelenk-, Bein-, Fuß- und Genickhebeln. Die 120 Teilnehmer hatten ferner die Möglichkeit zwischen der Kategorie der Fortgeschrittenen und der Anfänger zu wählen. Gekämpft wurde im KO-System, d.h. eine Niederlage führte zum sofortigen Ausscheiden des Kämpfers.

Die vier Kampfsportler der Hansestadt wählten für ihren ersten öffentlichen Auftritt die Kategorie der Anfänger. Robert Päpke (70kg) wollte in seinem ersten Kampf kein Risiko eingehen, brachte ihn aber sicher über die Runden. Im zweiten Kampf blieb er gegen den späteren Zweitplatzierten ohne Chancen. Philipp Burmeister (80kg) verlor gegen den späteren Sieger seiner Gewichtskategorie, der ihn mit einem Armstreckhebel zur Strecke brachte. Ceven Matthes (80kg) wurde nach zwei Siegen in den Vorrunden im Halbfinale wegen unerlaubter Technik disqualifiziert. „Eine zu Recht getroffene Entscheidung“, schätzt er selbstkritisch ein. Erfolgreichster Greifswalder war Philipp Groß (+85kg). Erst vor drei Wochen beim Ringen zum Norddeutschen Meister gekürt, erwiesen sich seine jahrelangen Erfahrungen aus dem Ringkampftraining hier als vorteilhaft. Als kleinster und leichtester seiner Gewichtsklasse zeigte er sich seinen Gegnern dennoch in Kraft und Ausdauer überlegen und war nach vier Arbeitssiegen der Erstplatzierte.
Insgesamt lobten die vier Greifswalder Starter die Fairness der Kampfsportler untereinander und die Entschlossenheit der Kampfrichter, die Kämpfe zur Vermeidung von Verletzungen rechtzeitig zu unterbrechen. So war dann auch an diesem Tag trotz der Vielzahl der Kämpfe und Kämpfer nur eine Verletzung zu beklagen.

Ute Marbach


 
   
© Januar 2009 - Greifswalder Ringerverein e.V.