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Ein Unentschieden hatten sich die Trainer der KG Vorpommern
für den Auftakt in der Oberliga Nord Ost gewünscht. Mit
ihrem Sieg über die Mannschaft des RV Lübtheen haben die
Jungs jedoch die Erwartungen von Manfred Groß und Uwe Bremer
deutlich übertroffen. Nach spannenden Kämpfen konnte das
Team am Sonnabend beim ersten Heimkampf im Sportzentrum des
GRV gemeinsam mit den begeisterten Zuschauern einen
unerwarteten Punktestand von 21:16 bejubeln.
Auch die Lübtheener schienen überrascht. Ob sie sich ihrer
Sache zu sicher waren oder zu Beginn der Saison auch noch
Besetzungsprobleme hatten, weiß man nicht. Auf jeden Fall
werden die Ringkämpfer der KG Vorpommern bei aller Freude
über den Sieg, das Ergebnis nicht überbewerten. Immerhin
hatten die Lübtheener 2 Gewichtsklassen nicht besetzt und
die wollen beim nächsten Mal erst mal gewonnen werden.
Dimitri Streib (74, FR) und Peter Groß siegten (74 GR)
diesmal kampflos.
Die KG Vorpommern wartet in dieser Saison mit mehreren neuen
jungen Kämpfern auf. Ihr Debüt gaben Steven Rese (55 kg, FR)
und Jonas von Glasenapp (66kg, FR). Beide standen erfahrenen
Mattenfüchsen gegenüber und mussten trotz aller Gegenwehr
diesmal noch Niederlagen einstecken. Evgenij Titowski
dagegen konnte als Einstand in die Ligamannschaft gleich
einen Punktsieg einbringen. Vier Runden kämpfte er verbissen
gegen Alex Fuhr und profitierte dabei vor allem von seiner
Stärke am Boden.
Pech hatte am Sonnabend Alexander Päplow (60 kg, GR). In der
ersten Runde konnte er die Angriffe seines Gegners im Stand
zwar gut abwehren, am Boden aber die Rolle nicht verhindern.
Alexander gelang es später, seinen Gegner auszuheben, er
wagte es aber nicht, dann auch konsequent abzuwerfen. Dieses
Zögern sollte sich in der zweiten Runde rächen, als Maurice
Hippmann nach vorn abbrechen konnte und Alexander damit in
die Rückenlage brachte. Kampfrichter Ulrich Toch entschied
auf Schultersieg. Die Schultern wollten weder Teamkollegen,
Trainer noch Zuschauer auf der Matte gesehen haben, am
wenigsten aber Alexander selbst. Entsprechend schwer fiel es
ihm, das Kampfrichterurteil zu verarbeiten.
Philipp Groß (96kg, FR) konnte in einem beeindruckenden
Kampf den Lübtheener Andreas Werth bezwingen. Dabei schien
der Greifswalder die Hebelgesetze außer Kraft zu setzen,
denn immer wieder gelang es ihm den weitaus größeren Gegner
über den Kopf oder per Beinangriff zu Boden zu holen. Auch
beim Zwiegriff in der zweiten Runde konnte Philipp punkten.
Clint Matthes (84 kg, GR) steuerte mit seinem Punktsieg über
Eric Regling wertvolle Mannschaftspunkte für den Gesamtsieg
bei. Obwohl er sich mit Beginn der letzten Runde am Abgrund
der Erschöpfung zu bewegen schien, überraschte er immer
wieder mit unerwarteten Aktivitäten. Aber in den nächsten
Wochen wird sicher an der Kondition gearbeitet werden
müssen.
Vor einer unlösbaren Aufgabe stand Robert Zymara (120 kg,
GR). Mit 114 kg war Thomas Tonn aus Lübtheen volle 25kg
schwerer als er. Immer wieder versuchte Robert vergeblich,
den Koloss zu rollen oder zu heben. Nach 3 stets knapp
entschiedenen Runden musste er sich geschlagen geben. Mit
der Besetzung der Schwergewichtsklasse haben die Vorpommern
Probleme. Philipp Groß und Robert Zymara werden sich in
diesem Limit abwechseln müssen.
Für einen gemeinschaftlichen Gefühlsausbruch des Publikums
sorgte Ceven Matthes (84 kg, FR), der in der letzten
Begegnung des Abends seinen Rivalen schultern konnte.
Nach Auswertung der Kämpfe begeben sich die Greifswalder und
Torglower Mattenkämpfer ab Montag sofort in das Training und
die Planung der nächsten Ligabegegnung. Am kommenden
Sonnabend werden sie als Gastgeber in Torgelow die 2.
Mannschaft des RC Germania Potsdamm empfangen.
Ute Marbach
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