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Mit einer
erstaunlichen Leistung warteten
die Greifswalder Nachwuchsringer
beim 7. Pokalturnier der
Hansestadt Demmin auf. Das
elfköpfige Team erkämpfte acht
Medaillen, obwohl das
Traditionsturnier des RV Demmin
in diesem Jahr mit 138 Startern
für norddeutsche Verhältnisse
extrem gut besetzt war. |
Eine
Überraschung gab es in der Kategorie bis 69
kg der Jugend C. Hier warf sich
Wettkampfneuling Daniel Diel ehrgeizig in
die Kämpfe und konnte prompt nach
Kopf-Hüft-Wurf einen Gegner schultern. Nach
einem weiteren Sieg musste Daniel sich im
großen Finale nur dem weitaus erfahreneren
Teamkollegen Lucas Severin fügen. Nach
spannenden Kämpfen konnte neben Lucas
Severin auch Artur Schmidt (42 kg) mit Gold
glänzen. Obwohl Artur unglücklich gegen
Gordon Rehbein vom SAV Torgelow verloren
hatte, brachten ihn zwei Siege und ein
günstiges Punkteverhältnis doch noch auf das
oberste Siegertreppchen. Silber gab es für
Wolodia Manukian (42 kg, Jgd. E) und
Jessica Knauth (38kg, weibl. Jgd.). Mit
bronzenem Edelmetall konnte sich Eric Uteß
schmücken. Vierte Plätze erreichten Philip
Heier (69 kg, Jgd. C) und seine Schwester
Katharina (25 kg, weibl.Jgd.).
Mit Anne Baldauf hatte Trainer Manfred Groß,
seinen Nachwuchstalenten in Demmin eine
erfahrene Ringkämpferin zur Betreuung an die
Seite gestellt. Er selbst war zeitgleich mit
Ilian Marziev (54 kg) zu den Deutschen
Meisterschaften der Jugend B nach Eppelborn
ins Saarland gereist.
Da Ilian hier zum jüngsten Jahrgang (97)
gehörte, hatten Trainer und Schützling ihre
Erwartungen nicht zu hoch angesetzt und eine
Platzierung unter den ersten 10 angestrebt.
Unter den 17 Startern der Gewichtsklasse
konnte Ilian sich am Ende auf dem 9. Platz
behaupten. Nach einem hoffnungsvollen
Punktsieg über Karan Mosebach vom SV
Magdeburg, musste Ilian zwei knappe
Punktniederlagen einstecken. Zunächst
unterlag er nach Punkten (2:0, 0:1) Kevin
Jax vom KSV Fürstenhausen . Zwar war Ilian
im Stand aktiv und setzte drei Mal zum
Arm-Dreh-Schwung an, konnte die Würfe aber
nicht bis zur Vergabe der Wertung ausführen.
Beim Stand 0:0 musste in beiden Runden die
Entscheidung im Boden fallen. Hier gelang
es dem Gegner, Ilian zu rollen und dessen
Rollversuche abzuwehren. Der folgende Kampf
gegen
Guido Gretschel, den späteren
Drittplatzierten, war ein Déjà-vu: Keine
Punkte im Stand. Ein von Ilian gezogener
Suplex bleibt ohne Wertung, weil zwei von
drei Kampfrichtern ihn außerhalb des Kreises
sahen. Entscheidung im Boden. Wieder gelingt
Ilian weder Rollenabwehr noch Rolle. Im
abschließenden Kampf um Platz 9 gegen Tim
Stoll vom RC Hürth setzte Ilian dann alles
um, was in den vorangegangenen Begegnungen
nicht klappte. Die erste Runde sicherte er
sich mit einer Wertung für den
Arm-Dreh-Schwung, auch die zweite Runde
entschied er für sich, indem er den Rivalen
rollte. Trainer und Sportler waren sich
einig darin, dass ein 9. Platz bei einer
Deutschen Meisterschaft eine große Leistung
darstellt. Wenn aber das Ergebnis so knapp
ausfällt, denkt man doch auch ein wenig
wehmütig daran, was hätte sein können.
Ute Marbach

